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Kayak ArdennesFlüsse der Ardennen: Messwerte und Touren

Ratgeber

Geschichte des Kajaks: von der Arktis in die Ardennen

Vor mehr als 4000 Jahren bei den Völkern der Arktis entstanden, wurde das Kajak vom Jagdwerkzeug zum Freizeitboot. Hier die wichtigsten Etappen dieser Entwicklung.

Die Redaktion Kayak Ardennes · aktualisiert am

Über 4000 Jahregibt es das Kajak schon
15 kgwiegt ein traditionelles Kajak etwa
1765erste belegte Verwendung des Wortes im Französischen
1950er Jahreerste Kajaks aus Glasfaser

Ein Boot, gebaut zum Überleben

Die Inuit, Yupik und Aleuten entwickelten das Kajak vor mehr als 4000 Jahren. Ihr Lebensraum waren die eisigen Gewässer der Arktis, eine feindliche Umgebung, in der ein Konstruktionsfehler teuer zu stehen kommt. Das Boot diente einem lebenswichtigen Zweck, der Jagd. Mit ihm näherte man sich Robben, Walrossen und sogar Walen.

Der Aufbau bestand aus wenigen Elementen:

Das Ganze wog etwa 15 kg. Eine weitere Stärke: Ein Inuit-Kajak ließ sich kentern und mit einer einfachen Drehung der Hüften wieder aufrichten. Dieses Manöver kennt man heute als Eskimorolle.

Ein Wort, eine Kultur

„Kajak“ stammt vom Inuktitut-Wort „qajaq“, das sich mit „Boot des Jägers“ übersetzen lässt. Der Name nennt die ursprüngliche Aufgabe des Boots. In der mündlichen Überlieferung der Inuit war es aber weit mehr als ein Werkzeug:

Über Entdecker des 18. Jahrhunderts, die von der Leistungsfähigkeit dieser Boote beeindruckt waren, gelangte das Wort in die europäischen Sprachen. Im Französischen ist die erste belegte Verwendung auf das Jahr 1765 datiert, in Berichten über Arktis-Expeditionen.

Das Kajak erobert den Westen

Die westlichen Kulturen eigneten sich das Kajak im 19. Jahrhundert an. Es veränderte sich dabei grundlegend, und mit ihm seine Rolle: Aus dem Überlebenswerkzeug wurde eine Sport- und Freizeitaktivität für alle.

Die Materialien Schritt für Schritt

ZeitraumNeuerung
1950er JahreErste Kajaks aus Glasfaser.
1970er JahreAufkommen von rotationsgeformtem Polyethylen.
2000er JahreVerbreitung von Verbundwerkstoffen aus Carbon und Kevlar.

Neuerungen im Bootsbau

Die Kajaks von heute

Aus dieser Entwicklung sind spezialisierte Boote hervorgegangen. Man unterscheidet sie zunächst nach dem Einsatzzweck:

Dann nach dem Material: Polyethylen ist robust und günstig, Glasfaser leicht und leistungsstark, Carbon-Verbundwerkstoffe gehören zur Oberklasse und zum Wettkampfsport.

Und in den Ardennen?

Auf den Ardennenflüssen fahren vor allem Freizeitmodelle, die stabil und leicht zu beherrschen sind. Auf unseren Strecken ist das Sit-on-top-Kajak unsinkbar und selbstlenzend: ein direktes Erbe der oben erwähnten selbstlenzenden Rümpfe. Für die erste Fahrt ist die Kajak-Tour auf der Semois ein guter Einstieg.

Lust, von der Geschichte zur Praxis zu kommen? Lesen Sie unsere Paddeltechnik, prüfen Sie die Schwierigkeitsgrade der Flüsse und informieren Sie sich vor der Abfahrt über die Befahrungsregeln.

Häufige Fragen

Woher kommt das Wort „Kajak“?

Vom Inuktitut-Wort „qajaq“, übersetzt „Boot des Jägers“. Es kam mit den Entdeckern des 18. Jahrhunderts nach Europa; die erste belegte Verwendung im Französischen stammt von 1765.

Wer hat das Kajak erfunden?

Die indigenen Völker der Arktis: Inuit, Yupik und Aleuten. Sie entwickelten es vor mehr als 4000 Jahren, um Robben, Walrosse und Wale zu jagen.

Woraus bestanden die ersten Kajaks?

Aus einem Gerüst aus Treibholz oder Walknochen, überzogen mit Robbenfell, das mit Fett wasserdicht gemacht wurde. Tierblasen sorgten für den Auftrieb.

Aus welchen Materialien bestehen heutige Kajaks?

Aus Polyethylen (robust, günstig), Glasfaser (leicht) und Carbon-Verbundwerkstoffen (Oberklasse). Mehr zur Praxis finden Sie in unserem Ratgeber zur Paddeltechnik.